Der erste Wettkampftag des Vorkampfes zur diesjährigen Jugendverbandsrunde stand unter keinem guten Stern. Am Vorabend des Wettkampftages meldete sich unsere Jugendschützin Anna Grünefeld mit hohem Fieber krank. Andere leistungsstarke Jugendschützen unseres Verbandes konnten bzw. wollten so kurzfristig nicht einspringen. Somit stand die Frage, was zu tun wäre. Da auf Wunsch der verantwortlichen Trainer am LSP Julia Sahr aus Glindow als dritte Schüler-A-Schützin am Start war, war zumindest die Anforderung des DSB erfüllt, zwei Mädchen in der Mannschaft haben zu müssen. Sven Dolling, der zunächst als Schüler-A-Schütze an den Start gehen sollte, diesen Platz aber wegen der "Mädchenquote" an Julia abgeben musste, erklärte sich spontan bereit, zum ersten Mal in seinem Leben in einem Wettkampf seine Pfeile auf der 60-m-Distanz fliegen zu lassen, wenn denn sein Material dies hergeben sollte. Nachdem das Einschießen diese Frage positiv beantwortet hatte, nahm er angriffslustig den Wettkampf an und absolvierte ihn in beeindruckender Manier. Seinen 245 Ringen im ersten Durchgang ließ er bei der tropischen Hitze des Tages etwas entkräftet im zweiten Durchgang 200 Ringe folgen. In der Endabrechnung war er als eigentlicher Schüler-A nicht der schlechteste Jugendschütze dieses Wettkampfes und leistete mit seinen 445 Ringen einen wertvollen Beitrag zum Ergebnis der Mannschaft. Aus dieser hoben sich mit ihren Ergebnissen jenseits der magischen 600er-Grenze Leon Raphael (619/SchülerA) und Philipp Laux(605/JuniorenB), letzterer trotz eines Fehlschusses in der letzten Passe, ab. Aber auch die anderen Brandenburger Vertreter schlugen sich achtbar. Julia Sahr (SchülerA) erzielte bei ihrem ersten Einsatz in einer Landesauswahl mit 546 Ringen persönliche Bestleistung und bot sich somit für weitere Einsätze an. Paul Gehrmann lieferte in der Jugendklasse zwei konstante Durchgänge und am Ende 534 Ringe ab. Maika Heinrich schlug sich tapfer. Auch sie musste am Ende der Hitze Tribut zollen. Mit 470 Ringen blieb sie jedoch nur knapp unter ihren Möglichkeiten. In Summe erzielte unsere Auswahl in diesem Hinkampf mit 3219 Ringen knapp 300 mehr als die Auswahl des Sächsischen Schützenbundes. Das Ergebnis ist in Anbetracht der Tatsache, dass drei Leistungsträger aus dem Vorjahr nicht mehr zur Verfügung und insgesamt vier Debütanten in der Mannschaft standen, respektabel, liegt allerdings bereits 200 Ringe hinter dem Vorjahresergebnis zurück und lässt somit für den Rückkampf am 21.06.08 in Blankenfelde zwar auf einen Sieg gegen Sachsen hoffen, wohl aber schon jetzt wenig Chancen für eine erfolgreiche Qualifikation zur Endrunde der besten fünf Landesvertretungen Deutschlands Anfang August in Suhl offen. Letzteres gilt um so mehr, da die "Rechtmäßigkeit" des Einsatzes eines Schüler-A-Schützen in der Jugendklasse erst noch von DSB-Seite zu bestätigen ist.

Die ERGEBNISSE

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